Hübsches Reisen

Vier Tage Hong Kong liegen hinter mir und ich habe so unfassbar viel gesehen und erlebt. Was für eine tolle Stadt – wir werden uns auf jeden Fall wieder sehen! Aber zurück auf Anfang. Hallo Hong Kong, eine Stadt mit unfassbar vielen Fassetten. Meine ersten Stunden verbrachte ich in Hong Kong Central & Tsim Sha Tsui.

„Eigentlich sieht hier alles aus wie in New York“

Beeindruckende Wolkenkratzer die in den blauen Himmel ragen, verspiegelte Fassaden, ein Designershop reiht sich an den nächsten und überall stylische Frauen auf Highheels. Ok, ein Unterschied gab es dann doch. Ich gehörte mit meinen 163 cm zu den größten Frauen – nein generell Menschen. Einmal! 🙂

Hong Kong City
Aber was macht Hong Kong so besonders? Und wo steckt eigentlich das „China“ in Hong Kong. Ich sollte nicht enttäuscht werden. Warum, dass könnt ihr jetzt lesen.

Shopping in Hong Kong

Ich würde mal behaupten, dass man in Hong Kong fast alles kaufen kann. Wer auf Luxus und teure Designer steht findet jeden erdenklichen Shop in Hong Kong Central & Tsim Sha Tsui. Dort kann es allerdings passieren, dass man vor dem Chanel oder Prada Store erst einmal in einer Schlange warten muss, damit man in den Laden darf. Verrückte Welt! Neben der Luxuswelt hat Hong Kong auch einiges Skurriles zu bieten – sonst wäre es ja langweilig. Und hier beginnt das Außergewöhnliche. So kann man sich beispielsweise seinen nächsten Vogel im Bird Garden (Yuen Po Street) aussuchen oder reihenweise Goldfische in Tüten auf dem Goldfish Market bestaunen. Ich gehe jetzt mal hoffnungsvoll davon aus, dass diese dann ihren Weg in ein schönes Aquarium finden. Viele besonders bunte und außergewöhnliche Blumen findet man auf dem Flowers Market. Bei diesen ‚Märkten‘ handelt es sich nicht um die uns bekannten Marktplätze sondern eher um thematische Straßenzüge oder Stadtviertel.

Blumen Hong Kong
Ein extra Blumenmarkt darf in Hong Kong natürlich auch nicht fehlen.
Goldfischmarkt in Hong Kong
Goldfisch-To-Go
Bird Market in Tong Mi

Viel Buntes, Kitsch & Plagiate (sogar die Fjällraven Rucksäcke werden mittlerweile gefälscht) kann man auf dem Ladies Market kaufen. Eine Prada ganz ohne anstehen.

Generell lohnt sich in Hong Kong ein Blick in den dritten und vierten Stock, denn hier warten ein paar Überraschungen. Eine Art alternative Mall findet ihr im President Commercial Centre (1-3 Floor) und ein paar Meter weiter in der Sai Yeung Choi Street (bei Google Maps nach „Cafe de Kitten“ suchen). Versteckt und ohne große Schilder findet man in den Gebäuden viele kleine Läden. Und damit meine ich wirklich klein. Ein Plattenladen auf rund sechs Quadratmetern, Tattoostudios, coole Sneakershops und viele Hong Kong Originale. Hier könnt ihr im wahrsten Sinne des Wortes zum Entdecker werden.

Plattenladen Hong Kong
Hong Kong Food-Tipps

Wie schmeckt Hong Kong? Angenehm würzig und international.
Wer nicht mit Stäbchen essen kann, der sollte seine Fingerfertigkeiten vor einem Besuch in Hong Kong auf jeden Fall trainieren. Dass hätte mir auch mal vor der Reise einfallen können. Mein erstes Essen in Hong Kong war zwar sehr lecker aber gleichzeitig mindestens genau so frustrierend. Slow Food in einer anderen Dimension. Und dass ich abends keinen Muskelkater in den Fingern hatte war auch alles. Aber der Hunger hat mich schnell lernen lassen, sodass ich jetzt auch zu den glücklichen Stäbchen-Essern gehöre.

Meine zwei Food-Highlights waren allerdings nicht traditionell chinesisch.

Vietnamese Hong Kong
Bep Vietnamese Kitchen
Travelblogger Hong Kong
Kunterbuntes Eis von Emack & Bolios

Dennoch ist es spannend einfach mal in ein kleines, einheimisches Restaurant zu gehen und sämtliche Empfehlungen von Trip Advisor & co. zu ignorieren.

Hier noch ein Tipp für die Veggies:

Vor allem in den kleineren und einheimischen Restaurants sind die Speisekarten komplett auf chinesisch und nicht alle verstehen englisch. Auch das ist kein Garant dafür, dass klar ist was man als Vegetarier nicht isst. Nein, Krabben isst man als Vegetarier auch nicht – am besten immer noch einen Nicht-Veggie den Vorkoster spielen lassen.

Raus aus der Stadt: rein ins Grüne

Bei Hong Kong denken wahrscheinlich die meisten, so wie ich, erst einmal an Wolkenkratzer und Glasfassaden. Umso überraschter war ich als ich erfuhr, dass es direkt vor Hong Kong viele Wälder, Wanderwege und Strände gibt. Mit dem öffentlichen Bus kann man innerhalb von 30 – 45 Minuten inmitten der Natur relaxen. Schon alleine die Fahrt ist den Ausflug wert, denn die Stadt grenzt unmittelbar an Dschungel-ähnliche Waldflächen durch die sich die kleine Straße schlängelt. Also Kopf hoch vom Handy und aus dem Fenster gucken.

Wohl einer der beliebtesten Wanderwege ist der Dragons Back süd-östlich von Hong Kong. Nach einem leichten Anstieg kann man wunderschön auf dem Rücken der Berge, der Name Dragons Back kommt nicht von ungefähr, an der Küste entlang wandern.

Wer lieber innerhalb der Stadt bleiben möchte kann ein bisschen im Hong Kong Park durchatmen und die Flamingos beim Sonnen beobachten.

Und noch ein paar allgemeine Tipps:

  • Lasst lieber die Finger von den ganzen Fakes. Das kann teuer werden.
  • Mit dem MTR (Mass Transit Railway) kommt ihr super easy und günstig durch die ganze Stadt. Am besten kauft ihr ihr dafür eine Guthabenkarte (Octupus-Card)
  • Den Weg hoch zum Peak könnt ihr auch gut hoch laufen und euch die Stunden in der Schlange an der Peak-Tram sparen
  • Packt euch gute Laufschuhe ein – unser Laufhighlight waren knapp 20 km an einem Tag
  • Genießt die Zeit!

Ich hoffe, dass ich euch ein bisschen mit nach Hong Kong nehmen konnte! Und weil Bilder immer mehr sagen als tausend Worte…

… alt trifft auf neu…
Die Wolkenkratzer sehen auch von oben noch ziemlich hoch aus.

Mit der doppelstöckigen Straßenbahn macht die Fahrt durch Hong Kong am meisten Spaß
Coole Vintage-Shops im Szeneviertel Sheung Wan …
… süßer Kitsch wartet direkt gegenüber …
Die besten Sachen entdeckt man immer noch zu Fuß!
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